Unsere Ideologie

Wein erfordert Expertenwissen, Orientierung und Erklärungsbedarf. Wein ist mit Traditionen und Ritualen besetzt, ist kollaborativ und fördert emotionale Miteinbezogenheit. Wein hat eine Seele. Wein hat Geschichte und das gilt es zu vermitteln. Dem Alltag das Abenteuer zurück zu bringen.

Ein Auszug aus unserem Weinbrief 2016

Der Steigerhof im Gespräch: Erstmals haben wir Erwähnung gefunden in einem der renommiertesten Weinführer Deutschlands, Gaullt Millaut. Der nicht einfache Jahrgang 2014 hat große Beachtung gefunden.

Der Jahrgang 2015:

Authentischer wie im vergangenen Jahr gab es selten eine Weinkollektion. Die Tropfen spiegeln solch eine grandiose Nachhaltigkeit wieder. Jede Parzelle, jede Lage zeigt Ihre besondere Eigenschaft im Glas. Dieser Jahrgang ist einzigartig.

Hierfür bieten wir Ihnen besondere Verkostungsaktionen an. Degustationen im Freundeskreis mit begleitenden Erläuterungen, auch für sie zuhause. Einfach anrufen und versandkostenfreies Probepaket ordern.

Gemeinsam konnten wir, zumindest in Altenbamberg, vieles anpacken und verwirklichen. Gerade sind wir dabei, alte Weinbergsmauern wieder freizulegen und dem Besucher zugänglich zu machen. Wir sind weiterhin ehrenamtlich tätig im Ortsgemeinderat und in den Jagdgenossenschaften um erhaltenswertes Kulturgut im Bewusstsein zu halten.

Die Nahe – ein kleines Gebiet mit ganz großen Chancen!

Zu allem sind uns die Menschen wichtig, welche mit uns in Verbindung kommen. Nach dem Kontakt mit dem Steigerhof sollte es Ihnen besser gehen. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die vielen netten Kontakte im vergangenen Jahr. Das ist die Motivation, um große Dinge anzuschieben. Wir freuen uns auf die kommende Zeit.

Ein Auszug aus unserem Weinbrief 2015

Gedanken einer weinbaulich orientierten Kleinunternehmerfamilie

1. Bedenke, dass Wein ein Kulturgut ist und zelebriert werden muss!
2. Bedenke, dass Wein ein Naturprodukt ist und nicht künstlich verbessert werden darf!
3. Bedenke, dass Wein ein Nahrungsmittel für den ganzen Menschen ist und für Körper, Geist und Seele erlebbar gemacht werden muss!
4. Bedenke, dass Wein Charakter hat und nicht verdorben werden darf!
5. Bedenke, dass Wein seiner Qualität in besonderer Weise verpflichtet ist und entsprechend gepflegt werden muss!
6. Bedenke, dass Wein die Menschen positiv stimmt und deshalb jeder als Konsument gewonnen werden muss!
7. Bedenke, dass Wein jedes Essen zum Genuss macht und deshalb passend zu den Speisen serviert werden muss!
8. Bedenke, dass Wein eine Produktpersönlichkeit ist und Freunde braucht, die ihn unterstützen!
9. Bedenke, dass Wein ein hochwertiges Gut ist und nicht billig vermarktet werden darf!
10. Bedenke, dass Wein für alle Menschen da ist und allen verkauft werden muss!

Da wäre zu jedem einzelnen Gebot noch was hinzuzufügen, worauf wir aber sicher in den folgenden Publikationen gerne zurückkommen werden.

….. zum bäuerlichen Familienbetrieb
Die Tendenz lässt aufhorchen. In den letzten fünfzehn Jahren haben sich in Rheinland-Pfalz die durch Familien geführten Betriebe halbiert. Die Flächen werden von weiterführenden Betrieben übernommen, oder von Großunternehmen vereinnahmt. Unabdingbar einhergehend ist daher die Beschäftigung von Saisonarbeitskräften oder Festangestellten zur Bewältigung der Feldarbeiten. Den Vorteilen des kostengünstigeren Einkaufs von Produktionsmitteln stehen erhebliche Zusatzkosten (Mindestlohn!) und Maschinenaufwand gegenüber. Der immens gestiegene Bürokratieaufwand (EU-Richtlinien und Kontrollen) lässt potentielle Betriebsnachfolger häufig eine Entscheidung gegen eine Hofnachfolge treffen. In der Folge werden wir viele individuell, von außergewöhnlichen Winzercharakteren, erzeugte Weine nicht mehr verkosten können. Uniform bereitete Weine und die Gefahr der Austauschbarkeit sind die Folge. Die von Großkellereien, an der Rentabilitätsschwelle bereiteten und in den Discounter gelieferten Weine lassen deren Marktanteil bereits heute schon auf 45% nach oben schnellen. Das heißt nicht, dass die Menschen optimal mit Charakterweinen versorgt sind. Wir alle sollten unser Einkaufsverhalten hinterfragen. Ist das die Entwicklung, welche wir anstreben und für zukunftsfähig halten?

…..zur Witterung
das Jahr 2014 ging mit dem frühesten Austrieb der Weinreben in die Geschichte ein. Bereits am 13. April waren einzelne Blättchen zu sehen. Bis zum Juli war es sehr trocken. Danach wendete sich der Witterungsverlauf. Starke Gewitter brachten reichlich Regen, Anfang August dann, der Hagelschlag mit verheerenden Folgen. Die weiterhin folgende regenreiche Zeit mit Nebel bedingte eine überaus zeitintensive, selektive Lese. Durch diese aufwändige Erntemethode und die vielen Stunden, welche in der Weiterverarbeitung erforderlich waren, konnten wir doch sehr ansprechende Qualitäten ins Fass bekommen. Die Erträge aber lagen weit unter dem Durchschnitt. Überraschend moderate Alkoholgehalte gepaart mit feinsten Aromen reifer Früchte ergeben ein tolles Geschmackserlebnis. Für uns ist der 14er eine wirkliche Überraschung.


Ein Auszug aus unserem Weinbrief 2014:

Liebe Freunde des Weines,

das Jahr 2013 stand unter einem besonderen Stern. Es erforderte außergewöhnlichen Arbeitseinsatz, Leidenschaft zu dem was man tut und vor allem Spontanität. Ob Wetterkapriolen oder Weinköniginnen-
Fachbefragung: starke Nerven waren Grundvoraussetzung. Die Nervenstärke hat sich mehr als ausgezahlt, denn am Ende stand ein hervorragendes Ergebnis. Mühe und Strapazen haben sich gelohnt, wir haben nicht nur eine Königin im Haus sondern auch ausgezeichnete 2013er Weine im Keller.
Am Nachmittag des 02. November gelangten die letzten Weintrauben in die Presse, abends lief dann das Naheereignis des Jahres 2013, Wahl der Naheweinkönigin. Pünktlich gegen 21:00 Uhr verkündete die Jury der Weinfachleute und Journalisten nach einem hinreißend witzigen und äußerst unterhaltsamen Duell der Weinköniginnenanwärterinnen die Siegerin:

Neue Weinkönigin des Weinanbaugebietes Nahe ist:

Barbara Wollschied

Der Jahrgang 2013:

hat sich hervorragend entwickelt. Wer hätte das vermutet bei diesen Wetterkapriolen. Eine feuchte und viel zu kühle Witterung verfolgte uns bis Ende Mai 2013. Im Juni dann aufatmen und nochmals gegen Ende des Monats während der Blüte eine bedrohlich kühle Phase, was einiges an Ertrag kostete. Der Juli und der August brachten dann Tropenhitze, welche den Vegetationsverlauf wieder etwas ins Lot brachte. Der Monat Oktober wurde begleitet von heftigen Regenschauern, was für die Weinlese nicht positiv war. Nutzen konnten wir lediglich die trockenen Phasen, zum Ende hin war der Zustand der Weintrauben arg in Mitleidenschaft gezogen. Nur der guten Selektionierung unseres Helferteams verdanken wir die nachhaltigen, bodengeprägten Burgunder- und Rieslingweine welche eine tolle Struktur aufweisen. Kurzum: Sehr spritzige, frische, belebende Terrassenweine mit toller Aromatik (Wein-Nr. 08/14, 04/14), eine filigrane Serie von feinherben Gewächsen sowie anspruchsvolle Riesling- und Burgunderweine. Also alles in allem: Der 2013er ist eine Riesenüberraschung!!

Ein weiteres Highlight konnten wir ermöglichen:
Der 100% BW Burgunder Weiß geht in die 2.Runde und ist nun als 2013er Jahrgang verfügbar.

Nach wie vor aktiv sind wir in Sachen Landschaftsschutz und Erhaltung von Kulturgut. Ein Projekt ist das Wiederherstellen eines kleinen Weinbergshauses im Kehrenberg. Dazu mehr im nächsten Jahr. Also mal wieder einiges los auf dem Steigerhof, wir bleiben dran. Herzlichen Dank für ihre Kontakte und Ermutigungen, Erfolge entstehen nur in Gemeinschaft. Wir freuen uns, dass sie dazugehören.


Ein Auszug aus unserem Weinbrief von 2013:

SlowFood – gut – sauber – fair

Wir haben uns der weltweiten Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten angeschlossen, welche für eine gehobene Kultur des Essens uns Trinkens einstehen. Der Einsatz qualitativer, regional erzeugter Lebensmittel als Alternative zu konventionellen Massenprodukten steht im Vordergrund und liegt ganz im Sinne unseres Hauses …. einfach mehr Lebensqualität!

Weinkonsum – in Maßen – ist wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils, zu dem natürlich auch Bewegung und Vollwertkost gehören. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass eine Erkrankung an Demenz und Alzheimer in erheblich geringerem Maße bei Weinkonsumenten auftraten, welche eine tägliche Dosis zwischen 0,25 und 0,5 l vereinnahmten.

Auch wenn der Steigerhof etwas verwunschen und versteckt am Ostrand der Nahe liegt, versuchen wir immer, einen Aufbruch zu wagen, neue Wege zu gehen und dazu Traditionen zu bewahren. Irgendetwas läuft immer und wir sind noch lange nicht im Idealzustand. Aber zunehmend schätzen wir die Idylle zwischen Reben, Wasser, Wald und Wild. Neuerdings wird die Kreisstraße 85 aus Altenbamberg kommend neu hergerichtet. Jetzt lohnt es sich noch mehr, den Aufbruch ins Naheland zu wagen.

Schauen Sie doch mal wieder vorbei. Wir freuen uns auf Sie!